SPANIEN #4
Auf der Camino del Norte

















Bufones de Arenillas








































Botafumeiro
Pilgertreffen in der Kathedrale
Nach meiner gut 100 Tage dauernden und 2.500 Kilometer langen Pilgerwanderung nach Santiago durfte ich an einem internationalen Pilgertreffen in der Kathedrale teilnehmen. Schon die gemeinsame Führung durch die Kathedrale war bewegend, doch was danach geschah, hat mich tief berührt.
Am Hauptaltar versammelten sich die Pilger aus ganz Europa sowie aus den USA, Kanada, Australien, Südafrika, Korea und Japan. Jeder brachte seine eigene Geschichte, seine Herausforderungen und seine Hoffnung mit – und plötzlich fühlte ich mich Teil einer großen, weltumspannenden Gemeinschaft.
Als ich die Gelegenheit erhielt zu sprechen, erzählte ich, dass ich mein Zuhause in Bayern verlassen hatte und zu Fuß durch Europa gegangen war – aus Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass ich 70 Jahre meines Lebens in Frieden und Sicherheit in Mitteleuropa verbringen durfte. Eine Erfahrung, die über weite Teile der Geschichte alles andere als selbstverständlich war.
Dass sich danach alle Pilger erhoben und mir eine Standing Ovation gaben, hat mich vollkommen überwältigt. Damit hatte ich in diesem Moment überhaupt nicht gerechnet. Viele kamen anschließend auf mich zu, umarmten mich und dankten mir persönlich für meine Worte.
Es war einer der emotionalsten Augenblicke meiner gesamten Pilgerwanderung – ein Moment, der mir zeigte, wie tief der Jakobsweg verbindet und wie viel Menschlichkeit in dieser Gemeinschaft lebt.







